START
GRID
LIST
COVERBILD MOMENTAN NICHT VERFÜGBAR
zusammen
mit mir
(dir ihr)
ihm es
Was ist ein Text?
Zunächst einmal: er hat einen Anfang und ein Ende; weder Anfang noch Ende... Im Gegensatz zur Welt, zur Wirklichkeit, wenn nicht gleich-zeitig Wahrheit suggerierend, gestaltete Fiktion.
Gesetzt den Fall, er beziehungsweise sie hätte keinen Anfang, kein Ende, wäre das bereits Fiktion hinter dieser Fiktion.
Wenn dem so wäre, mehr noch wenn dem nicht so wäre, wäre auch die Welt eine Art Text.
(Weiterlesen?! …)

Die Texte selbst entstanden über mehrere Dekaden und sind ganz unterschiedlichster Provenienz – wie man an der Anordnung in der Inhaltsübersicht ablesen mag. Das heißt die Texte werden zunehmende abstrakter – bis zum Sprachexperiment.
Allen Texten gemeinsam ist, dass sie über das rein vordergründige Handlungsgeschehen, sofern es überhaupt stattfindet, hinausweisen auf ein Geistiges, das einen Erkenntnisprozess im weitesten, durchaus in einem Ratio und Seele synthetisierenden Sinne zu begleiten vermag.
Letztendlich stellt sich die Frage, inwiefern Sprache selbst zum Vehikel von Einsichten zu werden vermag, die anders als durch sie - ihre Worte, ihre Ingredienzien, ihre Sprachmelodie usw. nicht sagbar (gewesen) wären.
mehr erfahren
COVERBILD MOMENTAN NICHT VERFÜGBAR
4'33 - Kalligraphien des Schweigens
Die Stille als Nichtsein, das Vorhandensein von etwas Nichtvorhandenem, das absolut Schwarze, das Loch in unserem Dasein, das reine Nichts, die Negation von etwas, das - als Ek-sistierendes - plötzlich auch umschlagen kann in sein Gegenteil - in jenen vollkommenen Zusammenklang der Abwesenheit, welcher bei den Buddhisten für den Gleichklang der Ewigkeit steht…
Ausgehend von John Cage’s Stück 4’33, welches das Nichtsein, das Vorhandensein von etwas Nichtvorhandenem, die Pause zum Thema hat, stellen diese Gedichte, wie der Titel andeutet, Annäherungen an solche Kalligraphien des Schweigens dar. Konzentrisch angeordnet, auf sich hörend, kon-zentriert, sich und dem Schweigen nach-hörend, dem eigenen Verstummen, Ver-Sagen... Autistisch fast, für und vor sich hintreibend, scheinen sie sich von allem Festen, Festgefügten zu lösen, leicht werden zu wollen. Auf der Suche nach dem Ungesagten, Unausgesprochenen, Unsagbaren, geraten sie, so paradox das klingen mag, mit Hilfe von Worten, an die Grenze des Sagbaren. Sie umkreisen „förmlich“ das Nichts, die Leere, das Nicht-da-Seiende, das Gegenteil von sich selbst – ein Versuch, am Ereignishorizont des Schweigens dessen Wort-Schatz, dessen Art und Weise, nicht zu sprechen, abzulauschen.
Vielleicht lassen sich an der Grenze zum Nichtsagbaren samtene Funken schlagen – aus dem Nicht-Klang... Grenzen über- und durchschreitend – um annäherungsweise – davon etwas mit-zu-bekommen...
Inhaltlich greifen die Gedichte jeweils ineinander, das heißt – ihr scheinbares Ende kehrt zum Ausgangspunkt zurück. Sie sind gewissermaßen ohne Anfang und Ende.
Formal ordnen sie sich deswegen zu Ringstrukturen und zeigen an, dass sie – in sich kreisend – geschlossen sind. Der besseren Lesbarkeit wegen erscheinen sie nochmals aufgefaltet als perspektivische Sukzession.
mehr erfahren
COVERBILD MOMENTAN NICHT VERFÜGBAR
Wolfssprüche
Wolfssprüche: Mal vorder-, hinter-, und tiefgründig, mal banal, trivial, meta- und oder philosophisch werden aus der Sicht eines Tieres, in diesem Falle aus der Sicht einer Wolfsseele, unserem menschlichen Alter Ego, in aphoristisch-poetischer Manier ethisch-religiös-existentialistisch-kosmologische Fragestellungen angesprochen: sentenzhaft, provozierend, kommunikativ... Auf jeden Fall sollten Sie dazu ihren Verstand einschalten!


Schlagworte:
Philosophie, Ethik, Poesie, Zeitkritik, Anthropologie, Umweltbedrohung, Perspektivenwechsel…

Mit 20 Abbildungen
mehr erfahren
COVERBILD MOMENTAN NICHT VERFÜGBAR
Die Alpen – und anderer Gezeiten Dünung
Bezug sind die Alpen...
Dieser „Gegenstand“ kann an sich nicht erfasst werden.
So legt sich das Gedicht allmählich selbst in Falten und zeichnet ihren Entstehungsprozess nach...
Welchen Stellenwert hat der Mensch angesichts dieser Jahrmillionen dauernden Auffaltung? Er steht in der Gezeiten Dünung... Er-lebt sie. Von seinen Vergangenheiten herkommend - über sich selbst hinaus - wird der Blick geweitet auf künftige Zeiten...
(Schlagworte: Zeit, Kosmologie, Stellenwert des Menschen, Vergänglichkeit des Menschen, Alpen, Gezeiten)
mehr erfahren
COVERBILD MOMENTAN NICHT VERFÜGBAR
Tier – Laute - Blumen
Naturgedichte sind natürlich mehr als nur ein Stück, ein Ausschnitt aus den Natur – wollen traditionellerweise ein Spiegel-Bild der Seele sein. Wobei das Wort „natürlich“ uns heute natürlich nicht mehr so „natürlich“ von den Lippen gehen mag. Scheint die Natur sich doch momentan gegen den Menschen zu wenden.
Aber auch das ist schon wieder falsch gedacht. Sie „antwortet“ nur - auf das, was der Mensch seit der Industrialisierung mit ihr angestellt hat. Und unsere Erfahrung ist: die inwertgesetzte Natur ist nicht mehr die romantische. Und so wird die Kommunikation zwischen den Dingen schwierig. Das sagt sich so leicht: „Lass Blumen sprechen.“ Sprechen sie noch zu uns? Die Tiere und Tierarten, die wir ausgerottet haben, haben keine Stimme mehr.
Über das (natur-wissenschaftliche) Interesse hinaus formiert sich eine Sehnsucht des Menschen hinüber zu den Dingen, die ihn umgeben. Ein Verlangen, das mit Händen zu greifen ist. Lebendige Dinge, die uns anrühren – wir wollen sie berühren, versuchen sie zu be-greifen.
Dichtung vermag „hinter“ und zwischen die Dinge zu schauen – über das rein Dinglich-Verdinglichende hinaus. Diese meta-physische Herangehensweise mag Unsagbares erschließen, wenn es geht, in der schönsten Form, die uns möglich ist…
Und möglicherweise vermittelt sich uns eine Ahnung, dass die Grenzen zwischen Lebendigem und Totem, zwischen Sein, Nichtsein und Werden nicht so rigide zu ziehen sind. Lassen wie die „Dinge“ für sich selbst sprechen; wir sollten wieder zuhören lernen…
mehr erfahren
COVERBILD MOMENTAN NICHT VERFÜGBAR
Mein Jaguar
„Mein Jaguar“ steht für den gejagten Jäger... Eine Metapher für das Jagen und Gejagtwerden. Sie steht für das Changierende – hinter allen Spiegelerlebnissen. Manchmal flackert es schmerzhaft auf, scheint in Entgrenzungen bedrohlich, befremdend – manchmal auch befreiend zu sein...
Wir alle sind Jäger - und Opfer zugleich. Von Nahem betrachtet, könnte der Gegensatz nicht größer sein: In der Ferne verwischen sich die Grenzen und legen Strukturen bloß, die das Andere - auf der Rückseite des Eigenen - nach oben kehren und re-flektieren.
mehr erfahren
COVERBILD MOMENTAN NICHT VERFÜGBAR
Haikus begleiten dich
Brechen Sie aus Ihrem Alltag aus und besinnen Sie sich auf das Wesentliche. Ihr Wesentliches.
Fünf – sieben – fünf – Silben lang ist ein „Haiku; ein Haiku für jede Woche im Jahreskreis, unterlegt von anregenden meditativen Bildern...
Das Büchlein ist ein auch ideales Geschenk; durchgehend farbig bebildert, auf hochwertigem Papier gedruckt.
mehr erfahren
COVERBILD MOMENTAN NICHT VERFÜGBAR
Ferne Stimmen
Ferne Stimmen – und doch so nah: Wie ein leises Rufen.... Hörst du die fernen Stimmen? Sie wollen sprechen. Zu dir, mit dir. Sich zu Gehör bringen. Sind so lebendig wie du.
Diese Gedichte wollen mehr sein als Dedikationen – das auch. Das Wörtchen „für“ drückt neben Bewunderung aus, vor allem dass man affiziert wurde, von einem Gedanken, einer Person, einer Sache... Dass man „entzündet“ wurde, entflammt in des Wortes doppelter Bedeutung.
Oder herausgefordert, gereizt, provoziert wurde – über Räume und Zeiten hinweg. Diese Art von „Geistergesprächen“, wie Nietzsche das einmal nannte, kennt keine Grenzen. Eher macht sie dem Zeit-Genossen seine Exilierung bewusst. Gleichzeitig offenbart diese Art der Kommunikation, dass Unzeitgemäßheit nicht nur zeitgemäß, sondern auch - Versiegeltes entspiegeln kann.
Zu Wort kommen - in alphabetischer Reihenfolge ihres Auftretens:

Amerikanischer Präsident, Antiochus I., Bachmann, Büchner, Beckett, Borges, Cage, Celan, Chatwin, Chopin, Christus, Cioran, Demjanjuk, Franz von Assisi, Goethe, Van Gogh (Hoffmann), Grass, Hermes, Hesse, Hitler, Hölderlin, Jahnn, Jesus, Johannes Paul II., Jünger, Kafka, Mann im Mond, Matisse, Mörder, Musil, Nietzsche, Nooteboom, Odysseus, Ohashi, Orpheus, Ötzi, Parzival, Peirce, Picasso, Prometheus, Reiter über den Bodensee, Renoir, Rilke, Salome, Schiller, Schrödinger, Selbstmordattentäter, Sokrates, Soldaten (I. und II. Weltkrieg), Tschernobyl-Kinder, Tucker, Vater, Walser, Wegener, Weimar, Wittgenstein, Wolfskehl (Hoffmann)
mehr erfahren